Körperwelten 2012 - "Eine Herzenssache"

„Eine Herzenssache“

Am 20.9.12 ging Gunther von Hagens' Anatomieausstellung nach 87 Tagen in Ludwigsburg zu Ende.
Annähernd 200.000 Besucher kamen von nah und fern, um die einzigartigen Plastinate zu sehen und unvergleichliche Einblicke in den menschlichen Körper zu nehmen. Die Reaktionen waren höchst positiv und ließen auch Skeptiker vom gesundheitserzieherischen Wert der Ausstellung überzeugen.

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Körperwelten 2012 – „Eine Herzenssache“

Ludwigsburg. Mehr als 34 Millionen Besucher staunten bereits über Gunther von Hagens’ faszinierende Anatomie-Schau echter menschlicher Körper. Vom 29. Juni bis zum 20. September 2012 hat der Erfinder der Plastination und Kuratorin Dr. Angelina Whalley ihre bewegendste Ausstellung KÖRPERWELTEN – Eine Herzenssache in der ARENA Ludwigsburg, der einzigen Deutschland-Station der KÖRPERWELTEN im Jahr 2012, präsentiert.

Jeder Vierte in Deutschland leidet unter Bluthochdruck, trägt diese oft unentdeckte Krankheit mit fatalen Folgen wie Arterienverkalkung, Herzinfarkt oder Schlaganfall in sich – statistisch gesehen auch rund 3 Millionen Baden-Württemberger. Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sind längst häufigste Todesursache: Laut Statistischem Bundesamt gingen 2009 rund 42% aller bundesweiten Todesfälle auf die Folgen von Herz-Kreislauferkrankungen zurück – immerhin 400.000 Menschen.

Genau hier setzt die thematisch spezialisierte Ausstellung an, deren Plastinate aus einem einzigartigen Körperspendeprogramm mit mehr als 13.000 Freiwilligen stammen. Sie zeigt den Besuchern, wie bereits kleine Änderungen in unserem täglichen Leben große Auswirkungen auf den Gesamtzustand unseres Körpers haben. Mehr als 200 Präparate bieten Medizinern und Laien einen unvergesslichen Blick in ihr Innenleben, auf einzelne Organfunktionen und die häufigsten Erkrankungen. Doch auch die emotionale Komponente des Herzens und seine Symbolik in Religion, Kunst und Literatur werden beleuchtet.

Plastinator Gunther von Hagens will das Bewusstsein der Besucher erhöhen, ihren Körper und ihre Gesundheit besser zu pflegen: „Im Plastinat erkennen wir uns selbst, unsere Verletzlichkeit und das Wunder, das wir sind. Diese körperliche Selbsterkenntnis entfacht ein neues, auf Gesundheit bedachtes Lebensgefühl, das unsere Herzen bewegt.”

„Auf unser Herz, dieses lebenswichtige Organ, achten wir oft erst, wenn es erkrankt oder unter großer Belastung leidet. Deshalb wünsche ich mir, dass die Ausstellung die Besucher anregt, herzbewusster und gesünder zu leben“, so die Ärztin Angelina Whalley zum pädagogischen Wert.

„Bei meiner Arbeit als Anatom habe ich noch nie zwei identische Herzen gesehen. Das
menschliche Herz ist so individuell wie der einzelne Mensch”, sagt Dr. Gunther von Hagens.

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